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DANTE’S PLURILINGUALISM:
AUTHORITY
VULGARIZATION
SUBJECTIVITY
DANTE CIRCLES Sara Fortuna, Manuele Gragnolati,
Jürgen Trabant

Conference at the
ICI Berlin
Institute for Cultural Inquiry

2-4 April 2009
 
INTRO CONCEPT PROGRAMME PARTICIPANTS CONTACT   INTERNAL
 
> English  
   
Albert Russell Ascoli (Berkeley), Emma Bond (Oxford), Zygmunt Baranski (Cambridge), Gary Cestaro (Chicago), Sara Fortuna (Roma, Berlin), Stefano Gensini (Roma), Carlo Ginzburg (Pisa), Manuele Gragnolati (Oxford, Berlin), Ruedi Imbach (Paris), Giulio Lepschy (Cambridge), Laura Lepschy (London, Cambridge), Bettina Lindorfer (Berlin), Elena Lombardi (Bristol), Franco Lo Piparo (Palermo), Lino Pertile (Harvard), Giorgio Pressburger (Trieste, Roma), Irène Rosier-Catach (Paris), Francesca Southerden (Oxford), Mirko Tavoni (Pisa), Jürgen Trabant (Berlin, Bremen)
 
Bereits 1929 hat Erich Auerbach auf den wegweisenden Charakter von Dantes Werk hingewiesen, welches er als moderne Darstellung des Menschen in seiner individuellen und geschichtlichen Gegebenheit - im Gegensatz zu den gängigen Interpretationen als Höhepunkt und summa mittelalterlicher Weltanschauung - verstanden wissen wollte. Die Tagung lädt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen Disziplinen (Literaturwissenschaften, Geschichtswissenschaften, Philologien, Philosophie, Queer Theory und Theater-Wissenschaften) und Kulturtraditionen (Deutschland, Großbritannien, USA, Italien und Frankreich) ein, die Rolle der Sprache für die von Auerbach angezeigte Modernität Dantes zu diskutieren.
   Die Erörterung der Sprache durchdringt Dantes gesamtes Werk: Von den häufig vernachlässigten Anfängen in der Vita Nuova, der Stellung im Convivio und der zentralen Diskussion in De vulgari eloquentia bis hin zum Paradiso ist das Sprachproblem allgegenwärtig und drängend für den Autor Dante, der - wie die Kritik einheitlich bekennt - seine poetische Praxis beständig an der theoretischen Reflexion ausrichtet. Die Tagung beschäftigt sich insbesondere mit der These, dass Dantes Sprachtheorie und -praxis, die als energische Verteidigung der Volkssprache (volgare) gegenüber dem Ansehen des Lateinischen verstanden werden kann, eine neue Konfiguration des Verhältnisses von Autorität, Wissen und Identität gleichermaßen herbeiführt und reflektiert, welche deutlich von Subjektivität geprägt ist und sich damit der Moderne öffnet.
 
   
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